00:00:04: Die Branche von Neun.
00:00:05: Eine Woche, ein Talk!
00:00:21: Ja, Sommerferienzeit und nicht nur das.
00:00:24: Auch die Hitze ist wieder zurück!
00:00:27: Da lohnt es sich, sich mal ein Eiscafé zu schnappen und sich zurückzulehnen und uns zu lauschen, Christian würde ich sagen.
00:00:33: Hier ist auf jeden Fall der Chefredakteur von Reise von neuen Christianschmickel.
00:00:43: Wir könnten natürlich jetzt echt coole Hitze-Tipps geben, aber wir machen lieber was anderes und legen heute den Fokus mal so ein bisschen auf Destinationsmarketing.
00:00:53: Und auch wie sich eine Destination finde ich ganz hervorragend präsentieren kann!
00:00:58: Dazu hast du jemanden eingeladen in dem Podcast, der ich glaube den kann man nachts um drei anrufen und dann würde er genau das alles erzählen können oder?
00:01:08: Wohl richtig, liebe Sabrina.
00:01:09: Es geht wie du schon gesagt hast um touristisches Städtemarketing und natürlich um die Frage, wie sich Tourismus und die Anforderungen der lokalen Bevölkerung möglichst optimal miteinander verbinden lassen.
00:01:22: Und darüber habe ich mich mit Michael Otremba unterhalten.
00:01:26: Der ist Geschäftsführer der Hamburg Marketing GmbH und der Hamburg Tourismus GmbW.
00:01:32: Ob das Markenzeichen die Elbphilharmonie tatsächlich auch die Zielgruppe für diese Stadt mit beeinflusst hat, verrät er uns gleich.
00:01:40: Auf jeden Fall sag ich viel Spaß jetzt.
00:01:42: hier kommt es Interview der Woche!
00:01:44: Diese Folge wird präsentiert von der IBS-Markenfamilie.
00:01:47: Seit über fünfzig Jahren steht sie für bezahlbaren Komfort und verlässliche Qualität.
00:01:53: Mit heute rund zweitausend Fünfhundert Hotels weltweit bietet IBS langfristige Wachstumsperspektiven im globalen Akkor-Ökosystem.
00:02:02: mehr über die IBS Markenwelt auf group.akcor.com.
00:02:06: Hallo Herr Otremba!
00:02:08: Hallo Herr Schmickl Hamburg
00:02:10: braucht sich ja als Städtedestination nicht hinter anderen berühmten City-Zielen zu verstecken.
00:02:16: Und die großen und wichtigen Attraktionen wie etwa die Elbphilharmonie, die Speicherstadt vielleicht auch die Landungsbrücken den Michel und die Reperbahn kennt eigentlich so ziemlich jeder!
00:02:30: Was tun Sie denn als Geschäftsführer der Tourismus GmbH und dem MarketinggmbH, der Sie ja schon glaube ich seit zehn Jahren jetzt sind?
00:02:39: Um daneben auch andere Aspekte der Hansestadt stärker in den Blickpunkt zurück.
00:02:44: Ja vielen Dank.
00:02:45: erstmal freut mich sehr dass wir über das Thema Städtevermarktung reden.
00:02:48: ein sehr gutes und wichtiges Thema sage nicht nur aus meiner Rolle sondern auch aus voller Überzeugung.
00:02:55: also erst mal vielleicht auch sie haben die Elbphilharmonie erwähnt nicht nur dazu geführt, dass Hamburg ein ikonisches Wahrzeichen hat und ein Bild mit dem man auf einmal jetzt auch sagen kann das ist nun wirklich Hamburg so ähnlich wie die Sydney Opera.
00:03:09: Die für Sydney, für Australien oder für einige auch für die südliche Hemisphäre steht.
00:03:15: So kann man jetzt wirklich auch nach zehn Jahren Elbphilharmonie diese Rolle eingenommen sondern sie hat auch die Ambitionen der Stadt noch mal deutlich verändert.
00:03:26: Hamburg hat ja schon einen Selbstbewusstsein, ähnlich wie München würde ich sagen aber eine Art man möchte als Hanseat eher das dieses Selbstbewusste sein und auch diese Stadt entdeckt wird.
00:03:36: und dieses Gebäude schreit irgendwie laut in die Welt.
00:03:39: Ich will eines der drei besten Konzerthäuser der Welt sein vollkommen unhanseatisch Und es tut der Stadt aber gut weil es diese Ambitionen auch unter Beweis stellt und sich bemacht.
00:03:51: Und natürlich ist durch die Elbphilharmonie auch das Thema Kultur nochmal ganz anders in unser Mindset gekommen.
00:03:57: Also Hamburg war schon immer eine Stadt, in der Kultur eine besondere Rolle spielt.
00:03:59: aber wenn man so ein Leuchtturm hat mit diesen Ambitionen und wenn man das Haus auch so positioniert wie wir es damals getan haben dass es nicht singulär dastehen soll sondern immer im Doppelpass dann fällt auf das Thema Kultur natürlich auch ein anderes Licht.
00:04:14: Also heißt, Kultur ist ein Schwerpunktthema für uns geworden in seiner Vielfalt wie wir es abdecken und auch in den Kontrasten.
00:04:22: also Hochkultur auf der einen Seite.
00:04:24: und das ja aber das Schöne an dieser tollen Stadt dass gerade auch Subkulturen eine große Rolle spielt.
00:04:28: Und wie kann Hochkultur mit Subkulturen Dialog sein und gemeinsam Geschichten erzählen?
00:04:35: Und unser neuer Opernintendant Tobias Kratzer sagt zum Beispiel auch ein gut gemachtes Musical ist besser als eine schlechtgemachte Opa.
00:04:43: Ich finde, das ist etwas was diese Stadt so auszeichnet dass hier Kontraste in Dialog miteinander sind und daraus Geschichten und auch Energien entsteht.
00:04:53: Ähnlich versuchen wir es auch mit dem Thema Culinaric, was ein weiteres Schwerpunktthema von uns ist wo wir auf der einen Seite natürlich diejenigen bedienen können, die nach den Sternen greifen übertrieben formuliert, aber genauso auch superspannende Gastronomie haben den die Sterne relativ egal sind.
00:05:12: Aber die trotzdem für Hamburgs DNA kulinarisch stehen.
00:05:15: und ein weiteres Thema was hier eine große Rolle spielt abseits der Sehenswürdigkeiten wie Sie es gesagt haben ist das Maritim-Thema einhergeht, nämlich diese Weltoffenheit.
00:05:26: Die Lebensqualität die diese Stadt hat.
00:05:28: und wenn wir Menschen zum ersten Mal in dieser tollen Stadt begrüßen können dann ist das was wir als Emotionen am meisten irgendwie wahrnehmen Überraschung.
00:05:36: wie kann es denn sein dass eine Metropole mit fast einem neun Millionen Menschen die ihr Leben ermöglicht dass man im Zentrum der Stadt segeln kann und hier an jeder Ecke es möglich ist Füßenswasser zu halten Das heißt, diese Verbindung aus unglaublicher Lebensqualität und trotzdem eine Metropole sein, das sorgt bei denen die zum ersten Mal hier sind für eine große Verwunderung.
00:05:58: Und das wollen wir letztendlich auch erreichen mit dem was wir machen.
00:06:01: Wir wollen Menschen in Fernburg begeistern aber wir wollen sie auch mit dem überraschen, was diese Stadt bietet.
00:06:05: Hat denn diese Ikone-Elbphilharmonie über diese Eingangssprachen ein neues und anderes Publikum ihrer Erfahrung nach in die Stadt gebracht?
00:06:15: oder kommen die, die sowieso immer gekommen sind?
00:06:18: Nee, das würde ich schon sagen.
00:06:19: Es ist ein anderes Publikum.
00:06:20: Also wir haben gerade nach der Eröffnung war es ja so dass die Verfügbarkeit von Elbphilharmonie-Tickets ein riesen Thema in der Stadt gewesen ist.
00:06:29: also das war mehr ein Thema als die Frage hast du einen Ticket für eine HSV?
00:06:33: Das mag jetzt auf deiner Seite an der Schwäche des HSV vielleicht auch damals liegen Aber dass man darüber redet Hast Du schon geschafft irgendwie in den großen Saal zu kommen?
00:06:42: Hast Du ein Ticket bekommen?
00:06:45: Das war sicherlich gerade in ersten Jahren verrückt mit anzusehen, die Euphorie.
00:06:50: Und ich glaube, die künstlichen Prognosen, die mal einen Senator getroffen hat zum Besuchsaufkommen auf der Elbphilharmonie Plaza waren eine Million im Jahr.
00:06:59: also wir sind jetzt bei, glaube ich, ca.
00:07:00: von dem Menschen, den die Plaza besucht haben.
00:07:04: und natürlich hat dieses Haus auch dafür gesorgt dass wir bei Kulturreiseveranstaltern auf einmal ganz anders positioniert worden sind.
00:07:11: Die Mischungen aus unglaublich spannender Architektur durch Herzog de Maran, das breitgefächerte Angebot und dann auch diese ikonische Wirkung haben schon dazu geführt dass Hamburg der Anders wahrgenommen wird.
00:07:24: Und dementsprechend noch ein anderes Publikum nach Hamburg gewahrt.
00:07:27: Der eine Bereich Sie sprachen das anders ist die Hochkultur und da sind tatsächlich die Berühmtheiten Das andere ist tatsächlich auch Die Verbindung von Hamburg zum Maritimen zu mehr zur Weltoffenheit usw.
00:07:42: Ist denn Ihre wichtigste Klientel nach eigener Einschätzung, wenn wir über den touristischen Verkehr reden?
00:07:49: Oh, das ist unfassbar schwer zu beantworten.
00:07:52: Also aus der Frage der Wertschöpfungsperspektive sind natürlich Kongrestteilnehmende für die Stadt enorm wichtig.
00:08:00: Die Stadt hat investiert in ein revirtualisiertes Kongresszentrum.
00:08:05: Das war in den Siebzigerjahren mein State of the Art mit ganz vielen auch kulturellen Veranstaltungen und die Jungs ist immer wieder hier aufgetreten beispielsweise.
00:08:13: aber es war dann irgendwann auch an der Zeit dies wieder auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.
00:08:19: Das hat man in den letzten Jahren gemacht.
00:08:21: Und natürlich ist es aus der Wertschöpfungsperspektive enorm wichtig, Hamburg im Beding um große Kongresse immer wieder auch ins Gespräch zu bringen weil natürlich so ein Kongresteilnehmer auch entsprechende nicht nur inhaltliche Impulse bringt sondern wie gesagt auch Wertschötfungen bringt.
00:08:36: Hamburg ist national unfassbar gut positioniert also was viele gar nicht wissen.
00:08:44: Unser Gäste kommen aus dem nationalen Raum.
00:08:47: Das zeigt aber auf der anderen Seite auch, wie viel Potenzial es noch geben könnte wenn wir Hamburg international noch stärker positionieren und damit natürlich vielleicht auch für die Hotellerie ganz andere Tagesdurchschnittsraten ermöglichen können.
00:09:04: Also da hat Hamburg sicherlich auch noch etwas wo wir gemeinsam dann arbeiten müssen als Stadt, als Branche das wir international wahrgenommen werden.
00:09:12: Und ansonsten ist die Frage nach der Klientel, ich würde mal sagen sehr themenschwitzig auch.
00:09:17: Also wir wollen Gäste anziehen, die sich für Kultur interessieren aber genauso natürlich auch Menschen-Familien anziehen und die Lebensqualität genießen wollen.
00:09:27: Deswegen ist das gar nicht so leicht zu sagen wie jetzt die wichtigste Klientels.
00:09:31: Okay!
00:09:31: Das leuchtet mir ein.
00:09:33: Welche Aspekte weil Sie es gerade erwähnten?
00:09:36: Wollen sie denn im Auslandsmarketing für Hamburg in den Vordergrund rücken?
00:09:41: Die Themen, die wir als Schwerpunktthema ausgewählt haben?
00:09:46: Kultur, Kulinarik das Maritime oder auch die Maisbranche.
00:09:50: Das ist das worauf wir auch im Ausland setzen.
00:09:53: Grundsätzlich muss man sagen, dass die Komplexität dieser Aufgabe resultiert gar nicht daraus Themen zu finden, die spannend sind weil da bietet die Stadt jeden Tag wieder etwas Neues sondern eher zu sagen worauf fokussieren wir uns?
00:10:06: und je weiter wir uns weg bewegen vom heimischen Markt sozusagen Umso stärker müssen die Themen sein.
00:10:12: Die Elbphilharmonie ist sicherlich etwas, was international für Furore gesorgt hat.
00:10:18: Das Miniaturwunderland ist etwas, das international für Ferrore sorgt.
00:10:22: Sieht man auch daran, wenn die Jungs den Part von Monaco eröffnen?
00:10:29: Man kommt die royale Familie dafür aus Monaco.
00:10:32: Was bei uns im Bereich Wissenschaft passiert in Desi und Petrafia ist etwas ,was international für Aufmerksamkeit sorgt.
00:10:40: oder als die große Kasper-David Friedrich Ausstellung gelaufen ist hier in der Kunsthalle.
00:10:45: Da ist der Wanderer auch das Kernmotiv gewesen, der Ausstellung in New York zu Kasper David Friedrich.
00:10:52: Das heißt also je weiter wir weggehen von Hamburg umso stärker muss auch das Motiv, muss die Geschichte müssen die Bilder sein, die dann auch international verfangen?
00:11:03: Nun
00:11:03: stehen ja Kongresse und Großveranstaltungen auf der einen Seite die klassischen Freizeit-Touristen auf der anderen Seite in so einem gewissen Konkurrenzverhältnis zuneinander aus der eigenen Sicht, wenn ich das mal so sagen darf.
00:11:19: Wie gut gelingt es denn Hamburg, dass auch jahreszeitlich so gut zu verteilen, dass sich das nicht allzu sehr gegenseitig beißt?
00:11:29: Exzellent würde ich sagen!
00:11:29: Weil Hamburg inzwischen eine ganze Jahresdestination geworden ist.
00:11:33: also wir haben im letzten Jahr sechzehn Komma fünf Millionen Übernachtungen gehabt Wieder eine Steihung gegenüber dem Vorjahr, was außergewöhnlich ist.
00:11:41: Wir haben vier neunzehn Millionen Tagesgäste und die verteilen sie auf das ganze Jahr also auch der Januar.
00:11:46: inzwischen ist ein Monat indem wir die Grenze von einem über Nachtungen überschreiten.
00:11:53: Hamburg ist überhaupt keine saisonale Destination mehr.
00:11:57: Und für uns aber wenn Sie Ich sage mal, das Beißen der Zielgruppe untereinander sozusagen ansprechen oder wie die sich überschneiden.
00:12:04: Für uns ist in der Tourismusentwicklung für diese Stadt ein Paradigma ganz wichtig und das ist eine Stadt, die attraktives Vereinheimische ist es automatisch auch für Gäste.
00:12:15: aber eine Stadt die attratives Vergäste muss nicht spannend sein für Einheimische weil weder sie noch ich wir wollen nicht in Disneyland leben.
00:12:23: Das heißt in der Frage Wie wird den Tourismus steuern?
00:12:29: trägt der Tourismus zur Lebensqualität in der Stadt bei maßgeblich sein.
00:12:32: Und deswegen haben wir, glaube ich eine sehr... Wir haben die Ambitionen Hamburg International noch deutlich sichtbarer zu machen.
00:12:39: Wir wollen gerne mehr Menschen in der statt begrüßen weil wir extrem stolz sind auf diese Stadt und was sie zu bieten hat.
00:12:45: aber wir haben auch immer im Blick wie sich der Tourismus in Verbindung zu den Menschen, die hier leben.
00:12:53: Da
00:12:53: sprechen Sie einen ganz wichtigen Punkt an, denn es gibt ja eine ganze Reihe von Metropolen in denen die Bevölkerungsstimmung da ein Stück weit umgeschlagen ist.
00:13:03: Mir fällt da Barcelona ein vielleicht auch Lisbonn.
00:13:07: auf Mallorca hatten wir gerade in Palma eine große Demonstration von Menschen mit massentouristischen Aufläufen und zufrieden sind.
00:13:16: Wie gut klappt das Ihre Einschätzung nach in Hamburg trotz Hoher Besucherströme noch gute Lebensverhältnisse oder gerade damit auch gute verliebene, gute Lebens Verhältnisse für die einheimische Bevölkerung zu schaffen.
00:13:31: Ja ich würde erst mal bevor ich auf Hamburg eingehe durchaus die Lanze berechnen auch für die Kollegen beispielsweise in Barcelona die sehr genau wissen welche Art von Tourismus der Stadt gut tut und was ihr auch vielleicht nicht guttut.
00:13:45: Und deswegen auch sehr viel Maßnahmen ergreifen, genau in diesem Motto wie ich es gerade beschrieben habe die Stadt muss erst mal attraktiv sein für die Einheimischen und der Rest kommt also.
00:13:54: die gleiche Denke haben die Kollegen im Barcelona Und das ist etwas, was die führenden Tourismusorganisation in Europa alle miteinander verbindet.
00:14:02: Genau dieses Bewusstsein.
00:14:03: Es geht nicht mehr darum zu sagen wie steigern wir die Übernachtungszahlen?
00:14:09: Sondern wie kann Tourismus für die Lebensqualität in der Destination ein wichtiger Faktor sein?
00:14:14: und hier in Hamburg ist es so dass wir vor einiger Zeit eine beachtliche Zahl von Hamburger und Hamburger gefragt haben Wie sie den Tourismus in der Stadt sehen.
00:14:23: und neun von zehn sagen Ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
00:14:27: Das ist auch eine Botschaft, die wir in den letzten zehn Jahren, würde ich sagen an jeder Stelle immer wieder erwähnt haben.
00:14:33: Was für uns aber sehr spannend war zu sehen ist das sieben von zehn sagen der Tourismus ist wichtig für die Lebensqualität in der Stadt und jeder zweite Sackzogger der Tourismus ist wichtig for meine persönliche Lebensqualität.
00:14:46: was meinen die damit?
00:14:48: Die Vielfalt der klinarischen Angebote.
00:14:51: gibt es weil wir so viele Gäste haben die ÖPNV Taktung in Hamburg oder auch die intermodularen Angebote, ÖPNV, Stadtrat Moja.
00:15:02: und und gibt es weil wir so viele Gäste haben.
00:15:06: Wir haben eine Elbphilharmonie, eine Leihshalle, ein Staatsoper bald eine neue Oper bis hin zu all den Angeboten in Richtung Subkultur Weil wir so viel Gäster haben.
00:15:17: Das heißt den Menschen in Hamburg schon sehr klar welchen Wert diese Vielfalt der Stadt hat und wieviel davon auch von den Gästen getragen wird.
00:15:27: Und wir haben in Hamburg, in den letzten Jahren, in zweiundzwanzig Millionen Euro Mittel aus der Kultur- und Tourismus-Taxe eingenommen.
00:15:35: Die fließen zurück in Sportveranstaltungen, Kulturveranstaltung die alle sonst überhaupt nicht so finanziert werden können.
00:15:43: Das heißt auch dieser Kreislauf Gäste, die nach Hamburg kommen tragen mit ihrem Besuch dazu bei dass Hamburger und Hamburger tolle Erlebnisse haben können Festivals besuchen können.
00:15:55: das diese Festivals gibt Der ist vielen bewusst, sodass wir ein sehr gutes Tourismusbewusstsein haben.
00:16:01: Ist die Stadt mal voll?
00:16:03: Ja!
00:16:05: Stehe ich mal im Stau?
00:16:06: Ja.
00:16:07: Bekomme ich mal auch keinen Platz in meinem Lieblingsrestaurant?
00:16:10: Ja natürlich!
00:16:12: Wir sind in Metropole mit fast eineinhalb Millionen Einwohnern da ist das sozusagen normal.
00:16:17: aber wir haben ein sehr ausgeglichenes und gutes Bewusstsein für den Tourismus in der Stadt.
00:16:24: In anderen großen Städten gibt es ja auch ein Konkurrenzverhältnis zwischen der Ferienvermietung über Airbnb und andere Kanäle, die sich da ausgebreitet hat.
00:16:36: Und den Mieten- und Immobilienpreisen, die dann die Einheimische Bevölkerung treffen?
00:16:42: Wie gut ist das Ihre Einschätzung nach in Hamburg austariert und gibt es da Handlungsbedarf oder nicht?
00:16:49: Ja große Städte in Europa.
00:16:52: Grundsätzlich würde ich sagen zwei Herausforderungen.
00:16:54: Das eine ist, wie organisiere ich Mobilität in der Stadt?
00:16:57: So dass es ineinander greift?
00:16:59: und das zweite ist Wie kann ich bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen?
00:17:04: Und wenn sie vorhin Barcelona und Palma ansprechen dann sind die Reaktionen dort.
00:17:10: Die haben das Ventil Tourismus.
00:17:11: aber die Grundlage oder die Ursache ist wahrscheinlich vielmehr die verfehlte Wohnungsbaupolitik In den Städten.
00:17:19: Als Airbnb sehr sichtbar auf den Markt kam, sehr früh gut reagiert.
00:17:25: Indem wir gesagt haben es soll überhaupt nicht verboten werden und es muss reguliert werden.
00:17:29: Und das was jetzt auch EU-weit als neue Short Term Rental Regulatorien entstanden ist.
00:17:37: Das haben wir Großteil davon schon hier gehabt.
00:17:41: Das heißt eine gewisse Transparenz.
00:17:43: Auch ne Nachverfolgung wer denn überhaupt vermietet?
00:17:47: Und von da ist Airbnb auch kein großes Thema hier im negativen Sinne.
00:17:51: und selbst Airbnb sagt immer, schaut nach Hamburg wie es dort geregelt ist.
00:17:56: Wir haben hier keine großen Themen damit.
00:18:01: Ein anderes Thema.
00:18:02: Hamburg war ja immer für seinen Sheetwetter bekannt.
00:18:07: Alles Gerüchte, Liquid Sand sein würde ich sagen.
00:18:14: Man hat manchmal den Eindruck, dass sich da ein bisschen was geändert hat.
00:18:17: Ich meine jetzt nicht am praktischen Wetter in Hamburg aber wir erleben gerade in diesem Sommer auch in Deutschland aber nicht nur eine Hitzewelle nach der anderen es wird ganz schön heiß und das ist natürlich gerade für einen Städtebesucher immer eine Herausforderung wenn er so über den Glühenden erst falsch laufen darf.
00:18:39: Das vielleicht ein Punkt, der Hamburg ein bisschen in die Hände spielen könnte und gibt es tatsächlich erkennbar sowas wie einen immer mal wieder formulierten Trend zu Coolcation oder was Ähnlichem?
00:18:52: Ja das Thema geistet er in der Tat immer wieder durch die Medien.
00:18:55: Natürlich ist es hier schön durch die Grünflächen, die Hamburg bietet.
00:19:00: Viele asiatische Gäste sagen immer, dass die Stadt, die aus dem Wald kommt und durch die vielen Wasserflächen das wir hier diese kühle Brise haben.
00:19:08: Ob das nachhaltig im Sinne wirklich nicht nur ein Trend ist sondern auf dauernden Themen kann ich noch nicht sagen.
00:19:16: aber Ich war selber jetzt auch gerade auf den Balearen unterwegs Und natürlich sind Achtunddreißig Grad auf einer Balearene Insel irgendwie schwer auszuhalten irgendwann, aber ich kann nicht noch sagen ob das dauerhaft wirklich ein Thema ist.
00:19:29: Aber klar ist natürlich dass die Lage, die Lebensqualität hier, die Wasserflächen das ganze Jahr überträgtiv sind.
00:19:38: Na klar!
00:19:39: Sie sind ja wenn ich das richtig verfolgt habe auch international recht viel unterwegs und arbeiten da mit anderen touristischen Organisationen zusammen tauschen sich aus Tauschen auch Erfahrungen aus.
00:19:53: Gibt es denn eigentlich auch im regionalen Umfeld, wo ja auch einige Orte sind die touristisch durchaus interessant?
00:20:00: Sind Kooperation mit den dortigen Tourismusorganisationen?
00:20:04: Ja, es gibt unterschiedlichste Gremien, in denen wir auch damit dabei sind.
00:20:09: Sei es auf nationaler Ebene die Magic Cities also die größten deutschen Städte wo sich die Geschäftsführung und Marketingverantwortlichen sehr offen austauschen.
00:20:18: das gibt es ja auch auf Länderebene wo wir mit Bremen und Berlin natürlich eine besondere Rolle als Stadtstaat haben aber auch auf regionaler Ebne Wo Visit Northern Germany, ehemals das Deutsche Küstenland wo wir auch in dem Kreis sehr eng miteinander kooperieren.
00:20:34: Wo wir gemeinsam Märkte angehen.
00:20:36: aber vor allem was da immer wieder im Vordergrund steht ist der Wissensaustausch weil wir letzten Endes ich bin mal gefragt worden ob so eine Metropole ganz andere Herausforderung hat als eine Kleinstadt und de facto sind es die gleichen Themen die uns beschäftigen wie gehen sie vielleicht anders an?
00:20:50: Wir haben vielleicht auch andere Möglichkeiten Aber es sind die kleinen Fragestellungen.
00:20:54: Und das, was wirklich am wertvollsten ist, ist dieser auch den Erfahrungsaustausch.
00:20:58: Weil wir uns egal in welcher Konstellation überhaupt nicht als Wettbewerber sehen sondern eher voneinander profitieren.
00:21:05: also wie bringen wir KI ins Unternehmen?
00:21:07: Wie bringen wir KAI auch in die Destinationen?
00:21:10: Wie können wir das Thema Nachhaltigkeit angehen?
00:21:12: oder auch das von Ihnen angesprochene Thema Schnittstelle zwischen Menschen, die in der Region oder in der Stadt leben und Gästen.
00:21:21: Da ist der Austausch mit den Kollegen regional, national und auch international extrem wertvoll.
00:21:27: Und die Bedeutung ist mittlerweile ihre Einschätzung nach allen Akteuren klar Fragezeichen denn es gab ja immer mal so ein geflügeltes Wort wo es dann hieß naja Der größte Gegner und Feind einer touristischen Gemeinde ist die Nachbargemeinde vermutlich und oft hatte man dann auch das Gefühl dass darauf der lokalen Ebene so ein bisschen agiert wurde.
00:21:49: hat sich das tatsächlich geändert?
00:21:52: Da sind wahrscheinlich die Länderkollegen besser Ansprechpartner, weil sie genau mit dieser Situation natürlich umgehen müssen.
00:22:00: Wenn ich in einem Flächenland für Tourismus verantwortlich bin dann kann ich mir durchaus vorstellen dass auf regionaler Ebene Gemeinden dadurch aus Rivalitätsgedanken haben das meinte ich vorhin damit Bremen Berlin und wir haben da den großen Vorteil als Stadtstaat agieren zu können sehr klar definiten Raum, aber auch wirklich agieren zu können.
00:22:24: Das heißt wir haben mit diesen Privalitäten die es vielleicht auch geben mag überhaupt kein Problem.
00:22:31: Okay zum Abschluss noch eine Frage wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten für Ihre Stadt, für Hamburg welcher wäre das?
00:22:40: Weiter große Ambitionen auch haben also dass was uns die Elbphilharmonie und dann komme ich zurück zum Anfang unseres Gespräches mitgegeben hat durchaus sich trauen, in gewissen Feldern zu sagen wir wollen eine der drei besten der Welt sein.
00:22:53: Ich glaube dass uns das auch hin wieder gut zur Gesicht steht.
00:22:57: ich mag die norddeutsche Art des Selbstbewusstseins dieses im englischen sagt man den Humble sein also demütig durchaus sein aber trotzdem selbstbewusst.
00:23:07: und was man hilft ist aber auch deutlicher Ambitionen zu formulieren.
00:23:11: und ich glaube das Hamburg beispielsweise über das Thema Queen Areg.
00:23:14: uns anschauen es gibt Städte die in der welt als Food Cities bekannt sind, Kopenhagen zählt dazu, Kapstadt jetzt auch Lima und für mich gibt es überhaupt keinen Grund warum nicht auch Hamburg das sein könnte.
00:23:28: Wir haben tolle Köche wir haben Köche die auch reden können, die Entertainer sind, die eigene Marken sind, wir haben toller Locations , wir haben den Bezug zur Regionalität.
00:23:39: also Hamburg könnte auch in dieser Fahrlangs durchaus eine Rolle spielen und warum das nicht auch hin und wieder mal deutlich formulieren.
00:23:47: Lieber Herr Utremma, vielen Dank für die spannenden Einblicke.
00:23:51: Schmecke ich danke Ihnen!
00:23:52: Diese Folge wird präsentiert von der Ibesmarkenfamilie.
00:23:55: Seit über fünfzig Jahren steht sie für bezahlbaren Komfort und verlässliche Qualität.
00:24:00: Mit heute rund zweitausend Fünfhundert Hotels weltweit bietet Ibes langfristige Wachstumsperspektiven im globalen Akkor-Ökosystem.
00:24:10: Mehr über ibesmarkewelt auf group.akcor.com.
00:24:17: Die Branche von Neun.
00:24:18: Eine Woche, ein Talk
00:24:25: Der Reise von Neune Podcast Präsentiert von St.
00:24:28: Elmo's AudioVisions.